Zweckverband Abfallverwerting Südostbayern
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  DER VERBAND
BahntransportsystemDie Hauptaufgabe des ZAS besteht darin, den nicht vermeidbaren und nicht verwertbaren Restmüll (Hausmüll, Sperrmüll, Gewerbemüll) aus dem Zweckverbandsgebiet thermisch zu behandeln. [mehr]

  DAS BAHNTRANSPORTSYSTEM
BahntransportsystemIn den Umladestationen werden die Abfälle gesammelt und in spezielle Großcontainer verpreßt, die dann per Bahn zum Müllheizkraftwerk nach Burgkirchen transportiert. [mehr]

  DAS MÜLLHEIZKRAFTWERK
MüllheizkraftwerkVerschaffen Sie sich einen Einblick in die Funktionsweise des Müllheizkraftwerkes Burgkirchen. Von der Müllanlieferung über die Verbrennung und Energiegewinnung bis hin zu den Emissionsmessungen wird hier alles genau erklärt. [mehr]
Natur

Wir sorgen für eine saubere Zukunft. Das Müllheizkraftwerk Burgkirchen beseitigt nicht vermeid- oder verwertbaren Müll durch kontrollierte Verbrennung. Die dabei gewonnene Energie wird als Strom wieder ins öffentliche Netz eingespeist.

  AKTUELLES

07.06.2016
So wird aus Müll Energie
Artikel im Alt-/Neuöttinger Anzeiger vom 21.05.2016

Burgkirchen. Aus den Augen, aus dem Sinn – oder, in diesem Fall eher: In der Tonne, aus dem Sinn. Doch was passiert eigentlich mit dem Hausmüll, sobald er abgeholt ist? Die Heimatzeitung hat sich dort auf Spurensuche begeben, wo aus Abfall Energie wird und wo zwischen Essensresten und Plastik so manche Besonderheit zum Vorschein kommt: im Müllheizkraftwerk Burgkirchen.

1.Die Anlieferung: Mehr als 225000 Tonnen Müll sind im vergangenen Jahr angeliefert worden. Etwa drei Viertel kamen per Zug in speziellen Containern, die aufs Zwischendach des Kraftwerks gehoben und dort per Hydraulikpresskolben in den Bunker entleert werden. Die klassischen Müllwagen fahren nur aus dem Landkreis Altötting direkt ins Kraftwerk zum Ausladen.

2.Im Bunker: Gut und gerne 8000 Tonnen Müll haben dort Platz. Mit einer riesigen Greifzange wird der Abfall laufend umgeschichtet und bei Bedarf in einen der beiden Ofenschächte gehoben. Bis zu sechs Tonnen hebt der Greifer auf einmal an. Probleme bereiten meist nur längere, abgerollte Kunststofffolien und Plastikbänder. Sie sind schwer zu fassen. Kuriosum am Rande: Schon mehrfach haben die Kranfahrer im Bunker lebendige Katzen entdeckt und gerettet. Die Tiere hatten es sich wohl in Müllcontainern gemütlich gemacht und waren mit angeliefert worden.

3.Die Verbrennung: Pro Stunde können in den beiden Ofenlinien bis zu 30 Tonnen Müll verbrannt werden. Seit dem Betriebsstart des Kraftwerks im Frühjahr 1994 sind so rund 4,7 Millionen Tonnen in Heizwärme und Strom umgewandelt worden, wobei der Heizwert bei etwa 10000 Kilojoule pro Kilogramm liegt und damit in etwa mit dem von Braunkohle vergleichbar ist. Falsch ist übrigens laut Werkleiter Robert Moser, dass das Kraftwerk mit anderen Brennstoffen wie Öl zufeuern muss. Zwar ist jeder Ofen mit einem Gasbrenner ausgestattet, diese kämen allerdings nur zum Einsatz, wenn der Ofen nach einer Ruhephase wieder hochgefahren wird – was im Idealfall nur einmal im Jahr nach der Revision der Fall sei. Die restliche Zeit über sei das bei zumeist 900 bis 1100 Grad Celsius im Ofen überflüssig.

4. Energiegewinnung: Mithilfe der Hitze wird in Kesseln Dampf mit rund 400 Grad Celsius erzeugt. Der wiederum wird zunächst zur Eigenstromgewinnung in den beiden Acht-Megawatt-Turbinen genutzt. Der Rest steht vorrangig dem benachbarten Werk Gendorf als Prozesswärme zur Verfügung. Was dort nicht benötigt wird, gelangt wiederum als Strom ins öffentliche Netz.

5.Die "Überbleibsel": Auch bei 1100 Grad Celsius verbrennt der Müll bei einer Durchlaufzeit von 40 bis 70 Minuten nicht komplett. Rund ein Viertel bleibt übrig – der Großteil davon mineralische Schlacke, bestehend aus Glas, Keramik und Steinen. Sie wird vor allem im Deponiebau verwendet. Daneben fallen pro 1000 Kilogramm Müll auch 19 Kilogramm Eisen und zwei Kilogramm andere Metalle an. Silber und Gold – etwa aus versehentlich weggeworfenen Schmuckstücken – sind die Ausnahme. Dafür kommt so manche andere metallene Besonderheit ans Tageslicht. Eine Auswahl der vergangenen 22 Jahre: Schusswaffen, Handgranaten und Weltkriegsorden. Und noch etwas bleibt nach dem Verbrennen übrig: Salz. 2000 Tonnen fallen pro Jahr an. In BigPacks verpackt, kommt es im Winterdienst zum Einsatz. Wobei es Moser zufolge Lebensmittelqualität hätte. Nur marketingtechnisch hätte man mit dem Müllsalz wohl so seine Probleme, ergänzt er schmunzelnd.

6.Die Abgase: Schon das Kesselhaus mit den Öfen ist gewaltig. Den größten Anteil am Kraftwerk aber nimmt die Abgasreinigung in Anspruch. In vier Stufen wird der Rauch hier gefiltert. Los geht es mit dem Elektrofilter, in dem Staub elektrostatisch aufgeladen und ausgesondert wird. In Stufe 2 werden gasförmige Schadstoffe mit Wasser ausgewaschen. Stufe 3 bildet ein gigantischer Katalysator, der vom Prinzip her genauso funktioniert wie der normale Auto-Kat. Stickoxide werden so in harmlosen Stickstoff und Wasserdampf umgewandelt. In der letzten Stufe kommt Aktivkohle zum Einsatz. Sie macht die noch vorhandenen Schwermetalle und organischen Schadstoffe wie Dioxine unschädlich. Werkleiter Moser zufolge bleibt am Schluss nur noch nahezu reiner Wasserdampf übrig. Die ohnehin schon strengen gesetzlichen Grenzwerte würden weit unterschritten, bei Dioxinen etwa liege man unterhalb von 0,1 Prozent des Grenzwertes. Rund um die Uhr überwacht wird der austretende Wasserdampf von Sensoren, die am 88 Meter hohen Werkskamin angebracht sind. Hinzu kommt ein Biomonitoring-Programm, in dessen Rahmen an verschiedenen Standorten in der Region Pflanzkübel mit Grünkohl stehen. An den Pflanzen wird getestet, ob es zu vermehrten Schadstoffeinlagerungen kommt. Die Ergebnisse der vergangen 22 Jahre: Alles im grünen Bereich. [mehr]

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MüllheizkraftwerkWir sind für Sie da! In 7 Landkreisen stehen Ihnen unsere kompetenten Mitarbeiter in den Müllannahmestellen Marklkofen, Huldsessen, Mühldorf, Thansau, Weiderting, Hofham und Burgkirchen zur Verfügung. [mehr]
  BESUCHER
Am 27.07.2016 besuchten die Schüler der Klasse 4b der Grundschule Tüßling aus dem Landkreis Altötting gemeinsam mit ihren Lehrkräften Frau Hackl und Frau Starnecker-Wimmer das Müllheizkraftwerk Burgkirchen um sich über die Entsorgung von Abfällen zu informieren. [mehr]

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UmweltschutzEine Rauchgas- reinigungsanlage auf dem neuesten Stand der Technik, ständige Überwachung der Emissionen und Vegetationsuntersuchungen in der Umgebung sorgen für unseren aktiven Beitrag zum Umweltschutz. [mehr]

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